Rundflug mit einem Motorflugzeug

Frequently Asked Questions

Was Sie schon immer über das Fliegen wissen wollten

 
Kann man einfach so irgendwohin fliegen oder muss das jemand genehmigen ?

Genauso wie das Befahren einer Strasse keiner Genehmigung bedarf, so bedarf es auch keiner Genehmigung den Luftraum zu benutzen. Man kann also jederzeit überall hinfliegen, mit kleinen Einschränkungen: 
An Flughäfen (Nürnberg, Stuttgart, München, Frankfurt usw.) und in deren An- und Abflugbereichen, sind sogenannte Freigaben erforderlich, das sind über Funk erteilte Genehmigungen irgendwo durchzufliegen oder zu landen/starten. 
Für Flüge ins Ausland wird ein Flugplan aufgegeben, der an alle beteiligten Flugsicherungsstellen in In- und Ausland verteilt wird und Angaben zur Flugzeit, Flugroute, Maschine und Besatzung und Passagieren enthält.
Und dann gibt's noch militärische Sperrgebiete, durch die man besser nicht fliegt, wenn man nicht mit einem Übungsziel verwechselt werden will ...

Stimmt es, dass Flugbenzin steuerbegünstigt ist ?

Dies stimmt leider nur für die gewerbliche Luftfahrt, also beispielsweise Fluglinien. Da ist dann keine Mineralölsteuer drauf. Dies ist übrigens auch in anderen Ländern so üblich und kein Vermächtnis eines ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten. Bei der allgemeinen Luftfahrt - also nicht gewerblich - langt der Fiskus ordentlich hin. So kostet der Liter Flugbenzin inzwischen über 2,30 Euro. 

Wie hoch, wie weit, wie schnell fliegt so ein kleines Flugzeug ?

Die Cessna 172 die meistens bei den Rundflügen zu Einsatz kommt, ist ein bewährtes und robustes Standardmodell. Sozusagen der "Volkswagen" unter den Flugzeugen. Wegen ihrer Zuverlässigkeit und dem gutmütigen Flugverhalten ist sie weltweit im Einsatz. Im australischen Outback ebenso wie über den Wäldern Kanadas oder dem dicht besiedeltem Deutschland. Angetrieben wird sie von einem 160 PS Vierzylinder-Boxermotor mit 5 Liter Hubraum. Der bringt den Flieger auf 12000 Fuß (4000 Meter) über Meereshöhe. Die normale Reisegeschwindigkeit liegt bei etwa 100 Knoten (185 km/h). Die Mindestgeschwindigkeit beträgt 50 Knoten( 95 km/h). In die beiden Flügeltanks passen 200 Liter Sprit, das reicht für fast 5 Stunden oder knapp 1000 km. Das maximale Abfluggewicht beträgt 1150 kg, so dass bei einem Leergewicht von 750 kg rund 400 kg für Sprit, Personen und Gepäck verbleiben.

Kann man auch bei Regen fliegen ?

Kein Problem, solange die Sicht ausreichend ist, was bei "normalem" Regen meist der Fall ist. Bei starken Schauern oder Schneefall kann die Sicht aber soweit zurückgehen, dass ein sicheres Fliegen nicht mehr möglich ist.

Wie ist die Ausbildung zu einer Privatpilotenlizenz ?

Die Ausbildung umfasst 80 Stunden Theorie über Luftrecht, Technik, Navigation, Meteorologie und Verhalten in besonderen Situationen. Dazu kommen 35 Stunden Praxis, wobei bereits 15 Stunden alleine geflogen werden. Darüberhinaus braucht man noch ein Funksprechzeugnis, um die Funkanlagen im Flugzeug bedienen zu dürfen. 

Muss man regelmäßig fliegen ?

Um die Lizenz zu erhalten, müssen in zwei Jahren mindestens 24 Flugstunden nachgewiesen werden. 
Und zum Fliegerarzt muss man natürlich auch alle zwei Jahre.

Kann ein kleines Flugzeug auch über den Atlantik fliegen ?

Das wird regelmäßig von sogenannten Ferry-Piloten für Flugzeugüberführungen gemacht. Diese hochspezialisierten Profis, tauschen die Passagiersitze gegen einen großen Tank aus und hüpfen über Island und Grönland nach Amerika. Bei besten Wetterbedingungen ist dies somit technisch kein Problem. Es bleibt aber trotzdem ein nicht ganz ungefährlicher Job, denn weit draußen über dem Nordatlantik kann einem im Falle eines Falles so schnell keiner helfen ... 

 


 

Hinweis:
fly-for-fun ist kein gewerbliches Luftfahrtunternehmen, sondern eine private Initiative von Karl-Heinz Kühnlein.